Expertenwissen Überlaufrinnen
Alles, was Sie zum Thema Überlaufrinnen wissen müssen. Die ideale Planungshilfe für Bauherren.
Die für öffentliche Bäder zwingend vorgeschriebenen Überlaufrinnen für Schwimmbäder und bei Whirlpools entsprechend DIN 19 643 setzt sich auch im Privatbäderbereich gegenüber konventionellen Skimmeranlagen durch.
Gründe hierfür sind das geänderte Freizeitverhalten und die Freizeiterwartungen mit dem Trend, weg von rein funktionsbetonten Zweckbädern hin zum eigenen Erlebnis-Zentrum zur erholsamen, gesundheitsbewußten Entspannung in angenehmer, privater Atmosphäre.
Die Realisierung solcher Badelandschaften erfordert neben einer kreativen, der Natur nachempfundenen Raumgestaltung weiche, harmonisch geschwungene Schwimmbeckenformen, eventuell mit integriertem Whirlpool, Grotten oder ähnlichem, bei denen sich Überlaufrinnen hervorragend als individuelles Gestaltungselement nutzen lassen.
Überlaufrinnen sind daher heute keine nüchternen, funktionstechnischen Bauteile mehr, sondern sie werden immer häufiger als interessante Möglichkeit genutzt, um gelungene architektonische Phantasie in ein Stück Lebensqualität zu verwandeln.
Bei freizeitgerechten Badelandschaften mit Wohncharakter sind bau- und anlagentechnisch bedingte Mehrkosten von Überlaufrinnensystemen gegenüber kostengünstigeren Skimmeranlagen nur noch relativ unbedeutend. Außerdem bieten umlaufende Rinnensysteme, bedingt durch ihren gleichmäßigen Beckenwasserüberlauf, von dem am stärksten belasteten oberflächennahen Bereich den Vorteil einer optimalen Hydraulik im gesamten Becken.
Überlaufrinnen erfordern allerdings einen relativ großen Planungs- und Ausführungsaufwand. Durch das ungünstige Verhältnis zur Rinnenlänge und zum Umwälzvolumenstrom und der sich daraus ergebenden sehr geringen Überlaufwasserhöhe im Millimeterbereich benötigen auch private Schwimmbecken und Whirlpools eine äußerst präzise Ausführung der waagerechten Überlaufkante. …