Expertenwissen Überlaufrinnen

Die Nachteile gegenüber Überlaufrinnen mit lotrechter Beckenbegrenzung sind:

  • Größerer Platzbedarf, da die Beckenumgangsbreite nicht bis zur Beckeninnenkante zählt.
  • Der Beckenkopf, die damit verbundene Bausubstanz und Investitionskosten sind bei gleichem Rinnenvolumen gegenüber der eingetauchten Begrenzung höher.
  • Eine zusätzliche, farblich gekennzeichnete Handfasse ist auf der Schrägung erforderlich. Der Abstand der Handfasse von der senkrechten Beckenwand beträgt höchstens 60 mm und die Erhöhung oder besser Vertiefung mehr als 15 mm.

Bei Schwimmbadanordnungen im Bereich von höhenversetzten Nutzungsebenen besteht die Möglichkeit der Kombination verschiedener Rinnensysteme, zum Beispiel eine “Finnische-Rinne” im oberen Beckenumgang und eine “St. Moritz-Rinne” als Höhenüberbrückung zu der tiefer gelegenen Nutzungsebene.

Eine weitere Rinnenvariante ist das Überlaufsystem als sogenannte Transportrinne, bei der aufgrund eines großen Rinnenquerschnitts weitgehend auf eine Sammelleitung verzichtet wird.

Die bereits erwähnte “St. Moritz-Überlaufrinne” bietet vielfältige kreative architektonische Gestaltungsmöglichkeiten sowohl innerhalb von Badelandschaften als auch im Freien.

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Die kontrastreiche Überlaufrinnenkonzeption ermöglicht es, sowohl unterschiedlich hohe Funktionsebenen problemlos zu überbrücken und miteinander zu verbinden als auch Schwimmbecken und örtlich betonierte Whirlpools emporartig optisch reizvoll als zusätzlichen Blickfang ästhetisch der Umgebung anzupassen.

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Außerdem hat das an der äußeren Beckenwand herunterströmende Wasser nicht nur einen sehr gelungenen Effekt, sondern es wirkt auch beruhigend und belebend zugleich, ähnlich einer künstlerischen Wasserplastik. 


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