Expertenwissen Überlaufrinnen
… Bereits beim Überlaufen des Beckenwassers in die Rinne entstehen Fließgeräusche, die sich jedoch durch die Ausbildung einer schiefen Ebene in der Rinne mindern lassen. Durch eine Schrägung in der Rinne wird ein freier Wasserfall vermindert, die Adhäsion zwischen Wasser und Rinnenwand bleibt weitgehend bestehen, so daß der Wasserfluß nicht abreißt.
Gleichzeitig reduziert sich die Kohlensäureausgasung, eventuell hiermit verbundene Kalkausfällungen sowie eine Veränderung der pH-Werte im alkalischen Bereich.
Geräusche innerhalb der Rinne lassen sich außerdem mit einer Verringerung, das heißt durch einen entsprechend großen Rinnenquerschnitt, positiv beeinflussen.
Störende Gurgelgeräusche im Bereich der Rinnenabläufe entstehen, wenn vom abfließenden Wasser Luft mitgerissen wird, die nicht entweichen kann. Durch hydraulisch einwandfreie Konstruktionen an der Anschlußstelle ist daher möglichst eine Trennung Wasser-Luft anzustreben.
Nach den Erkenntnissen aus der Praxis sind:
- die Rinnenabläufe möglichst groß zu dimensionieren
- desgleichen die Ablaufabdeckungen bei offenen Rinnen
- die Ablaufabstände möglichst gleichmäßig anzuordnen
- bei abgedeckten Rinnen keine ablaufbehindernden beziehungsweise störenden Fangvorrichtungen (Sieb- oder Lochbleche) zu verwenden.
Eine Möglichkeit, eingetragene Luft aus der Rinnensammelleitung zu eliminieren, ist die Anordnung einer Entlüftung (DN 70 ist in der Regel ausreichend) am höchsten Leitungspunkt.
Die Entlüftungen sollen höhenmäßig den Beckenwasserspiegel überragen, können aber auch innerhalb der Überlaufrinne direkt unter der Rostabdeckung enden. Wenn machbar, ist zur Verbesserung der Wasserverteilung beziehungsweise Belüftung die Überlaufsammelleitung als geschlossene Ringleitung mit entsprechendem Gefälle, zum Beispiel 1: 50 (2cm/m), um das Becken zu führen.
Die fundamentalste Forderung an ein Schwimmbecken ist neben der dynamischen und thermischen Belastbarkeit seine Dichtigkeit.
Bei Stahlbeton-Schwimmbecken ist der Übergang von der senkrechten Beckenwand mit den Übergangsanschlüssen an den Beckenumgang die am stärksten beanspruchte Zone und erfordert daher eine sehr sorgfältige Planung und Ausführung.
Schwimmbecken, insbesondere Beckenköpfe, sollten wegen der unterschiedlichen Setzung keine direkte Verbindung mit angrenzenden Gebäudekonstruktionen haben und außerdem durch Dehnungsfugen vom umgebenden Baukörper getrennt sein.








