Expertenwissen Wasseraufbereitung

Wesentlichen Einfluss auf die optimale Beckenhydraulik hat die Einströmung des aufbereiteten Reinwassers in das Becken. Das Desinfektionsmittel muss möglichst schnell und gleichmäßig im Becken verteilt werden. Strömungstotzonen sind zu vermeiden.

Denn, auch wenn die Badewasseraufbereitungsanlage noch so aufwendig und großzügig ausgelegt wurde, kann sie nicht sicherstellen, dass im Becken überall ein hygienisch einwandfreies Badewasser vorgehalten wird.
Es werden folgende Arten der Beckeneinströmung unterschieden: Die horizontale Beckendurchströmung (seitliche Beckeneinströmung) oder die vertikale Beckendurchströmung (Beckeneinströmung vom Beckenboden).

beckenhydraulik_ue_1.jpgBeispiel für die Beckenhydraulik mit Überflutungsrinne und vertikaler Durchstömung

beckenhydraulik_ue_2.jpgBeispiel für die horizontale Durchdtrömung

Bei der horizontalen Beckendurchströmung erfolgt die Einströmung von den Beckenwänden (seitliche Einströmung). Gekennzeichnet ist diese Einströmung durch die Bildung von Strömungskegeln, welche von der Durchflussmenge und Öffnungsdurchmesser der Einströmdüse abhängt.

Entscheidend dabei ist auch die Wurfweite des Strahls. Die Anordnung der Einströmdüsen bei der horizontalen Beckendurchströmung hängt davon ab, ob das Beckenwasser über eine Überflutungsrinne oder Oberflächenreiniger abgeführt wird.

Bei Becken mit Oberflächenreiniger konzentriert sich die Wasserabführung überwiegend auf eine oder zwei Stellen. Die Einströmdüsen sollten demnach so angeordnet sein, dass das Reinwasser in Richtung der Oberflächenreiniger strömt, also gegenüberliegend der Oberflächenreiniger.

Bei Becken mit Überflutungsrinne sind die Einströmdüsen an den Beckenlängsseiten versetzt anzuordnen. Die Anzahl der Beckeneinströmungen richtet sich nach der Beckengröße, dem Umwälzvolumenstrom und der Größe der Einströmdüsen oder Öffnung. 


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