Expertenwissen Wasseraufbereitung

Als grober Anhaltswert gilt, dass je 8 qm Beckenwasserfläche eine Einströmung vorzusehen ist. Bei besonderen Beckenformen, größeren Wassertiefen oder hohen Umwälzleistungen, sind gegebenenfalls mehrere Einströmdüsen erforderlich.

Bei der vertikalen Beckendurchströmung, wird das Reinwasser von unten nach oben eingeströmt.

Bei dieser Durchströmungsart ist der Weg an die Wasseroberfläche minimal. Denn an der Wasseroberfläche, konzentrieren sich die meisten Belastungsstoffe, so dass dort das Desinfektionsmittel die “Hauptarbeit” leisten muss.

Diese Einströmungsvariante ist bei Becken mit Überflutungsrinne die beste Lösung. Zu beachten ist hierbei, dass die Anzahl und Position der Einströmungen im Beckenboden fachgerecht eingeplant wird.

Bei Schwimmbecken mit einer Wassertiefe bis 1,35 m sollte je 6 qm Wasserfläche eine Einströmung eingeplant werden. Bei größeren Wassertiefen reicht ca. alle 8 qm Wasserfläche eine Einströmdüse.

Auch hier gilt, dass bei besonderen Beckenformen, Wassertiefen und Umwälzleistungen, die Anzahl und Position variieren kann.

Eine besondere Art der vertikalen Beckendurchströmung, ist die sogenannte bandförmige Einströmung. Im Beckenboden befinden sich großdimensionierte Kanäle mit Öffnungen an der Oberseite. Durch große Rohrdimensionen und damit geringe Strömungsgeschwindigkeiten, werden die Öffnungen an der Oberseite gleichmäßig durchströmt.

Bei der Auslegung ist zu beachten, dass zu jeder Seite einer bandförmigen Einströmung max. 1,6 m abgedeckt wird.

Auch wenn häufig behauptet wird, dass die Beckenhydraulik dazu beitragen muss, dass sich keine Ablagerungen am Beckenboden bilden, so ist dies eine völlig falsche Aussage.

Wie eingangs erwähnt, sind die Belastungsstoffe vielfältig. Schwerere Stoffe sinken schneller zu Boden und können sich in strömungsarmen Bereichen ansammeln. Solche Anhäufungen (auch minimale) führen zu einem Nährboden für Mikroorganismen.

Deshalb ist es unerlässlich, mindestens einmal pro Woche (gegebenenfalls häufiger) den Beckenboden gründlich zu reinigen.

Dieser Artikel ist in Ausgabe 36 des pool Magazins erschienen.

Werbung