Freibad im Wintergarten
… Als zweite Maßnahme, um die Wärmeverluste zu minimieren, wurde das Becken mit einem Baustoff hinterfüllt, der besonders gut isoliert.
Die Glashalle setzt sich aus vier Giebeln zusammen.
Meistens wird bei Polyesterbecken für die Hinterfüllung Magerbeton verwendet. Um aber die Wärme noch besser im Becken zu halten, entschied sich der Bauherr für einen anderen Baustoff mit besserem Dämmwert: Porenleichtbeton. Dieser wird mit einer speziellen Technik eingebracht, die etwas Übung verlangt.
„Der Porenleichtbeton wird mit einer Schaumkanone angemacht, aufgeschäumt und rund ums Becken eingepumpt. Das sieht aus wie Cappuccino“, beschreibt Schwimmbadbauer Kissel den Ablauf.
Da das Gelände leicht abfällt, musste die eine Stirnseite der Halle als Betonwand ausgeführt werden. Diese hat jedoch nicht nur Stützfunktion, sondern es wurde hier außerdem ein kleiner Raum abgetrennt, der einen Teil der Technik aufnimmt.
Der Rest ist im Keller des Hauses untergebracht und über einen Versorgungsschacht mit dem Pool verbunden.
Zur technischen Ausstattung gehören eine vollautomatische Filteranlage sowie die Desinfektion mit Hilfe der „Bayrosoft“-Sauerstoff-Methode, bei der pH-Wert und die Zugabe des Desinfektionsmittels automatisch reguliert werden.
Die eine Stirnseite der Halle besteht aus statischen Gründen aus Beton.
Die Bauherren sind mit ihrem Freibad unter Glas sehr zufrieden und nutzen es intensiv. Im Sommer halten sie sich hier fast mehr auf als im Haus.
Nur in der kalten Jahreszeit, von November bis März, legen sie aus Energiespargründen eine Schwimmbadpause ein.