Grundwissen Schwimmbadfilter

Schwimmbadfilter sind das Herzstück der Schwimmbad-Wasseraufbereitung. Pool beschreibt die Technik, die dahinter steckt.

Die gebräuchlichsten privaten Schwimmbadfilter weisen sowohl im Aufbau als auch in ihrer Funktion erhebliche Unterschiede auf. Dabei bleibt festzustellen, dass jede Filtertechnik Vor- und Nachteile hat, die man kennen sollte, um entsprechend den örtlichen Gegebenheiten und den finanziellen Möglichkeiten das optimale System zu bestimmen.

Wer glaubt, an der Filtertechnik sparen zu können, muss wissen, auf was er sich dabei einlässt. Das, was man an den Investitionskosten eventuell einspart, relativiert sich in der Regel meist durch entsprechend hohe Betriebskosten, beispielsweise aufgrund von zusätzlichem Chemikalienverbrauch.

Die Rechnung geht somit weder ökonomisch noch ökologisch auf, von der unnötig höheren Chemikalienbelastung für die Badegäste einmal ganz abgesehen.

In der Schwimmbadtechnik sind drei Filterarten gängig. Bei sogenannten Kartuschenfiltern beruht der Filterreinigungseffekt – wie der Name bereits sagt – auf sogenannten Kerzen oder Kartuschen, bestehend aus feinporigem Kunststoffvlies.

Durch eine sternförmige Faltung entsteht eine relativ große Oberfläche zum Ausfiltrieren von Schmutzteilen aus dem Beckenwasser, wobei sich die Standzeiten nach der Beckenwasserbelastung richten.

Bei Erreichung der vorgegebenen maximalen Druckdifferenz (Rohwasser – Reinwasser) oder um einer möglichen Filterverkeimung rechtzeitig entgegenzuwirken, werden, je nach Kartuschensystem, die Filterelemente in bestimmten Zeitintervallen entweder gewechselt oder durch intensives Waschen gereinigt und anschließend wieder erneut verwendet. Der zweifelsohne hervorragenden Trennschärfe steht die fehlende Tiefenwirkung gegenüber, so wie sie beispielsweise bei Sandfiltern gegeben ist.

Anmerkung:

Bei Kartuschenfiltern ist, wie bei jedem anderen Filtersystem auch, durch entsprechende Reinigungsintervalle einer eventuellen Verkeimung entgegenzuwirken. Filterstandzeiten bis zu einem Jahr, wie sie teilweise suggeriert werden, sind daher völlig unrealistisch.

Darüber hinaus ist in bestimmten Zeitintervallen zusätzlich eine teilweise Beckenwassererneuerung notwendig, um durch Verdünnung eine zu große Anreicherung, beispielsweise von Chloriden, im Schwimmbadwasser zu verhindern.

Bei Anschwemmfiltern wird sehr feinkörniges und poröses Filtermaterial (Kieselgur oder ähnliche Materialien) in einer dünnen Schicht auf sogenannten Trägerelementen angeschwemmt. Während der Rückspülung wird das mit Verunreinigungen belastete Filtermaterial mit Hilfe der Filterpumpe und dem Beckenwasser aus dem Filter gespült und anschließend wieder neues Kieselgur auf den Trägerelementen angeschwemmt. 


Werbung