Grundwissen Schwimmbadfilter
… Zu der Filterkonstruktion ist noch anzumerken, dass die Serviceöffnungen entsprechend groß sein sollten. Des weiteren sollte auch das sogenannte Filter-Schlitzverteilerkreuz hydraulisch so auf den Filterbehälter abgestimmt sein, dass eine optimale Beckenwasserfilterung und Rückspülung sichergestellt ist, möglichst ohne sogenannte Toträume.
Und damit wären wir beim Thema Funktionsoptimierung. Für den Fall, dass der Kunde eine noch höherwertige Filtertechnik wünscht, gibt es auch exklusive Privatfilter mit Düsenboden zur optimalen Wasserverteilung. Diese gilt sowohl für den Filtereffekt als auch für die Rückspülung.
Dieser Mehraufwand macht aber nur dann Sinn, wenn
a) die Filterleistung entsprechend groß ist,
b) die Fließgeschwindigkeit bei maximal 50 m/h liegt,
c) die Filtermaterial-Schichthöhe rund 80 cm beträgt und
d) die Rückspülventilgröße mindestens DN 50 aufweist.
Da bei Kunststoff-Filtern die richtige Werkstoffverarbeitung von alles entscheidender Bedeutung ist, sollte man darauf achten, dass die gewählte Qualität der Produkte von einer renommierten Fachfirma ist. Billigprodukte können zudem teuer zu stehen kommen.
Die Filter mit Düsenboden sind in der Regel aus hochwertigem GFK-Material mit Filterleistungen von 10, 15 und 20 cbm/h in den Filterdurchmessern 500 mm, 600 mm und 800 mm bei einer Filtergesamthöhe von rund 1,50 m. Diese Filter haben darüber hinaus auch noch eine seitliche Serviceöffnung und auf Wunsch auch ein Sichtfenster zur optischen Filtermaterialkontrolle während der Rückspülphase.
Die letztgenannten Konstruktionsparameter sind übrigens Funktionsmerkmale, wie sie bei Filtern im öffentlichen Bäderbereich zwingend verlangt werden. Der Vollständigkeit halber und als Vorgriff auf die chemische Beckenwasseraufbereitung in der kommenden pool-Ausgabe sei noch abschließend zum Thema Filterbehältersysteme darauf hingewiesen, dass es die GFK-Hochschichtfilter inzwischen zusätzlich auch noch mit integrierter UV-Desinfektion als eine sinnvolle Einheit gibt.
Das Filtermaterial selbst hat zweifelsohne eine sehr große Bedeutung für die Wasserqualität. Als klassisches Filtermaterial verwendet man nach wie vor feinkörnigen Quarzsand, der gemäß Norm EN 12904 gewaschen und feuergetrocknet ist und der in Säcken hygienisch verpackt zum Versand kommt.
Bei der Bestimmung der Filterkorngrößen gibt es die verschiedensten Philosophien. Einige Produkthersteller verwenden Quarzsand in den Korngrößen 0,4 bis circa 0,8 mm und andere hingegen Korngrößen von 0,7 bis 1,2 mm. Diese handelsüblichen Korngrößen werden als einzelne Filterschicht eingesetzt oder bei Hochschichtfiltern in Kombination, wobei die feine Körnung als obere Filterschicht dient.
Selbst wenn man die Reihenfolge verwechselt, landet die grobe Körnung aufgrund des höheren spezifischen Gewichts nach mehreren Rückspülungen unten, dort wo sie hingehört. …