Grundwissen Schwimmbadfilter

Damit die im Filtermaterial gesammelten Schmutzteile in bestimmten Zeitintervallen wieder vollständig entfernt werden, sind folgende Kriterien zu beachten:

  • Spülgeschwindigkeit ca. 45 bis 50 m/h
  • wöchentliche Spülung
  • Spüldauer solange, bis das Spülwasser völlig klar ist

Darüber hinaus sollte das Spülwasser drucklos mit freiem Auslauf in das Entwässerungssystem geleitet werden. Ein druckloser Spülwasserfluss aus dem Filter ist mit den handelsüblichen Mehrwegeventilen nicht möglich, auch wenn einige zweckoptimistische Fachleute glauben, dieses mit der Dimension DN 50 realisieren zu können.

Mit dem Problem, dass eine drucklose Filterspülung unter Verhältnismäßigkeitsaspekten nicht sinnvoll ist, kann und muss man leben. Ein freier Auslauf in einen Pumpensumpf oder in eine entsprechend groß dimensionierte Entwässerung zur optimalen Prüfung des Spülwassers ist hingegen in der Regel durchaus möglich und sollte daher auch installationstechnisch angestrebt werden.

Wichtig ist, dass man eine Erstinbetriebnahme grundsätzlich mit der Filterrückspülung beginnt, um möglicherweise noch im Filtermaterial vorhandene Schmutzteile zu entfernen.

Des weiteren ist nach der Filterspülung grundsätzlich der Verfahrensschritt „Klarspülen“ einzuleiten und erst danach geht man wieder in den Filterbetrieb. Hierdurch wird verhindert, dass Schmutzteile in das gefilterte sogenannte Reinwasser gelangen. Die Filterspülzeit richtet sich nach der Beckenwasserbelastung und liegt bei rund 3 bis 5 Minuten.

Ist das Wasser über diese Richtzeit hinaus weiterhin trübe, liegt die Ursache woanders begründet, indem beispielsweise das Filtermaterial durch Verkalkung verbackt ist, so dass nur noch Kanäle im Sandbett vorhanden sind oder die Spülgeschwindigkeit zu gering ist.

Positiver Nebeneffekt der Filterspülung ist die gleichzeitig damit stattfindende teilweise Beckenwassererneuerung. Hierdurch wird eine Beckenwasseraufsalzung vermindert, da Chloride sich nicht durch Filterung entfernen lassen, sondern nur durch Frischwasserzugabe verdünnt werden können.

Die Filterleistung definiert sich letztlich durch die Filterpumpe, das heißt durch die Pumpenfördermenge und die Pumpenförderhöhe. Würde man diesen hydraulischen Parameter korrekt berechnen, so müsste die Pumpenkennlinie mit der Anlagenkennlinie kompatibel sein oder entsprechend auf den Betriebspunkt eingedrosselt werden.

Da der rechnerische Aufwand nicht unerheblich ist, geben die Produkthersteller für ihre Filteranlagen in der Regel lediglich eine Filterleistung an, die identisch ist mit den Pumpenfördermengen bei einer Förderhöhe von rund 8 bis 10 mWS (0,8 bis 1,0 bar). 


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