Grundwissen Schwimmbadfilter

Dieses hat zur Folge, dass die gewählte Filterleistung, sofern sie nicht genau auf die hydraulischen Örtlichkeiten eingedrosselt wurde, nicht zwangsläufig der tatsächlichen Fördermenge entspricht.

Dieses ist, wie bereits unter „Filterleistung“ eingehend erläutert, auch kein gravierendes Problem, sofern die geforderte Pumpenfördermenge nicht zu sehr von den hydraulisch bedingten Örtlichkeiten negativ beeinträchtigt wird. Ist das Leistungssystem sehr ausgedehnt, sind die Rohre entsprechend groß zu dimensionieren.

Die Verrohrung sollte generell nicht unter DN 50 (Rohraußendurchmesser 63 mm) gewählt werden, da sich der hydraulische Systemwiderstand mit dem Quadrat der Geschwindigkeit vervierfacht. Bei größeren geodätisch zu überwindenden Höhenunterschieden, beispielsweise wenn die Anlagentechnik über mehrere Gebäudegeschosse geht, ist die zusätzlich benötigte Pumpenförderhöhe entsprechend zu berücksichtigen.

Durchflussmessungen lassen sich problemlos sowohl mechanisch mit Laufrädern oder mit Wirkdruckmessgeräten durchführen oder mittels Induktiv-Mess-Systemen, die jedoch im Privatbereich aus Kostengründen in der Regel nicht zum Einsatz kommen.

Zu den Pumpen ist noch folgendes anzumerken: Bei den handelsüblichen Schwimmbadpumpen handelt es sich um normal saugende Pumpen.

Unter selbstansaugenden Pumpen versteht man in Fachkreisen Pumpen, die problemlos angesaugte Luft evakuieren können und folglich aufgrund ihres benötigten Konstruktionsaufwandes für den Schwimmbadeinsatz viel zu teuer sind.

Schwimmbadpumpen lassen sich mit einem Rückflussverhinderer in der Saugleitung über dem Wasserspiegel anordnen. Bei so einer Installation muss man sich allerdings über die Risiken und Nebenwirkungen im klaren sein.

Schließt die Rückflussarmatur nicht mehr richtig – dieses ist im schmutzwasserbelasteten Rohwasserbereich durchaus möglich – und reißt infolgedessen die Wassersäule ab, kommt es sehr schnell zum Pumpentrockenlauf mit anschließender Zerstörung der Gleitringdichtung. Daher sollte die Filterpumpe möglichst unter dem Beckenwasserspiegel angeordnet sein und ob sich dann der Filter beispielsweise aus Platzgründen über dem Beckenwasserspiegel befindet, ist hydraulisch gesehen nur von sekundärer Bedeutung.

Filtersand im Schwimmbecken ist und bleibt nach wie vor ein Ärgernis, sowohl für den Schwimmbadbesitzer als auch für den Schwimmbadbauer. 


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