Grundwissen Schwimmbadfilter
… Wenn es sich bei dem Sand im Becken zweifelsfrei um Filtersand und nicht um Bau- oder sonstigen Sandeintrag handelt, sollte man folgendermaßen vorgehen: Zunächst einmal prüfen, ob die Sandkörnung nicht zu fein für die Schlitzgrößen des Verteilerkreuzes ist.
Anschließend ist zu prüfen, ob die Filterschichthöhe stimmt und ob Filtersand beim Rückspülen und/oder beim Klarspülen permanent Sand aus dem Filter spült, ist
a) der Filtersand zu fein respektive die Schlitze beim Verteilerkreuz zu groß,
b) das dünne Venturie-Luftröhrchen am Verteilerkreuz defekt,
c) die dünnen Schlitze am Kunststoff-Verteilerkreuz beschädigt.
Im Hinblick auf die Schallschutznorm DIN 4109 ist in Verbindung mit Filterpumpen noch ein abschließender Hinweis wichtig.
Die oben genannte Norm gilt zwar nur für Mehrfamilienhäuser, kann aber auch baurechtlich vereinbart als Vertragsbestandteil für Einfamilienhäuser gelten. Danach darf der Schallpegel in schutzbedürftigen Räumen wie beispielsweise Schlafzimmer und Wohnräumen ab Anfang diesen Jahres nur noch maximal 30 dB(A) betragen.
Handelsübliche Nassläufer-Schwimmbadpumpen weisen aufgrund von nie zu vermeidenden Lüfter- und Lagergeräuschen einen Schallpegel von 60 dB(A) und höher auf. Folglich sind Planer und Schwimmbadbauer gut beraten, diese gravierende Problematik beizeiten zu berücksichtigen oder dem Bauherrn und Architekten rechtzeitig schriftlich mitzuteilen.
Das Vorstehende gilt übrigens auch für Attraktionspumpen und Luftgebläse. Generell sollte man aus Sicherheitsgründen in Räumen mit Filteranlagen entweder eine entsprechende Bodenentwässerung vorsehen oder – wenn dieser Ablauf unter der Rückstauebene liegt – einen Pumpensumpf installieren.