Häufige Fragen zur Bauphysik

Außerdem muss jedes Bauteil bauphysikalisch überprüft werden. Dazu empfiehlt sich der Nachweis nach DIN 4108. Dieser Nachweis sollte vor Baubeginn für jedes Bauteil der Schwimmhalle erstellt werden.

Er gehört zur Sorgfaltspflicht von Planern und ausführenden Handwerkern. ISO bietet derartige Nachweise als Partner-Service an.

7. WAS FORDERT DIE WÄRMESCHUTZ-VERORDNUNG FÜR DEN BAU VON SCHWIMMHALLEN?

Schwimmhallen sind hinsichtlich der Wärmedämmung wie Wohnräume zu betrachten. Hierfür legt die Wärmeschutz-Verordnung Maximalwerte für den Heizwärmebedarf fest.

Bei Ein- und Zweifamilienhäusern kann das sogenannte Bauteilverfahren angewendet werden. So dürfen die Bauteile einer Schwimmhalle bestimmte k-Werte nicht überschreiten (siehe untenstehender Kasten):

BAUTEIL MAX. K-WERT
Dach 0,20 W/qm
Außenwand gegen Erdreich 0,35 W/qm
Außenwand gegen Außenluft 0,50 W/qm

Diese Werte sollen in der neuen Energiesparverordnung verschärft werden, so dass heute etwa folgende Dämmstoffdicken zu empfehlen sind:

Dach: ca. 20 cm
Außenwand gegen Erdreich: ca. 10 cm
Außenwand gegen Außenluft (je nach verwendetem Stein): ca. 5 – 8 cm

Quelle: ISO GmbH, Bahnhofstr. 44, 74254 Offenau, Tel. 07136/5820

8. IST BEI KELLERWÄNDEN EINE AUSSENDÄMMUNG SINNVOLL UND NOTWENDIG?

Kellerwände gegen Erdreich werden in der Regel in Beton ausgeführt und sollten daher sinnvollerweise mit mindestens 6 cm Dämmstoff von außen wärmegedämmt werden.

Auf der Innenseite ist eine zusätzliche Wärmedämmung mit Dampfsperre sinnvoll, da Schwachstellen wie Fensterlaibungen und Deckenübergänge auf diese Weise bauphysikalisch sicher ausgeführt werden können. Der Wasserdampf bleibt dort wo man ihn haben will, in der Schwimmhalle.

Die Betonkonstruktion wird vor den Chemikalien der Schwimmhallenluft (Chloride) geschützt.

9. WIE KÖNNEN INNENWÄNDE TECHNISCH SICHER AUSGEFÜHRT WERDEN?

Bei Innenwänden muss unterschieden werden, ob sie an beheizte oder unbeheizte Räume anschließen. Bei unbeheizten Räumen sind gemäß Wärmeschutz-Verordnung die gleichen Anforderungen zu erfüllen wie bei den Außenwänden gegen Erdreich.

Daher ist auch hier in der Regel eine Innendämmung mit Dampfsperre notwendig. Innenwände gegen beheizte Räume sollte man ebenfalls mit einer Wärmedämmung versehen. 

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