Häufige Fragen zur Bauphysik
… Dabei eignet sich der Zwischenraum zwischen den Sparren oder Pfetten bestens, um den Dämmstoff (Mineralwolle) einzubringen.
In Schwimmhallen hat sich die sog. Vollsparren-Dämmung bewährt. Dabei wird auf die Hinterlüftungsebene direkt über dem Dämmstoff verzichtet. Der Hohlraum wird sparrenhoch mit Dämmstoff ausgefüllt.
Über der Dämmung wird eine diffusionsoffene Unterspannbahn befestigt und darauf die Konterlattung für die Dachkonstruktion. Diese übernimmt dann die Hinterlüftung der Dacheindeckung. Bei Holzkonstruktionen ist auf der Innenseite eine absolute Dampfsperre unabdingbar.
Alle Stöße und Fugen müssen systemgerecht dampfdicht verklebt werden, so dass die gesetzlich geforderte Winddichtigkeit erreicht wird.
13. SIND GIPS-BAUPLATTEN IN SCHWIMMHALLEN ZULÄSSIG?
Planer und Handwerker sind gut beraten, wenn sie bei der Auswahl der Produkte auf Schwimmhallen-Tauglichkeit achten.
Gerade weil eine Schwimmhalle nicht mit den klimatischen Anforderungen eines normalen Wohnhauses gleichgesetzt werden kann, müssen alle Produkte, die der Innengestaltung dienen, für die permanente Feuchtebelastung geeignet sein. Entsprechende Herstellergarantien sollten abgefordert werden.
In diesem Zusammenhang sind beispielsweise Gipsbaustoffe äußerst kritisch zu betrachten. Sie neigen in der permanent hohen Luftfeuchtigkeit zur erhöhten Feuchtigkeitsaufnahme und stehen in der Gefahr, ihre Festigkeit zu verlieren. Zu empfehlen sind gipsfreie Kalzium-Silikat-Platten wie beispielsweise ISO-Feuchtraum-Paneele.
14. SIND DECKENABHÄNGUNGEN IN SCHWIMMHALLEN RATSAM?
Die Deckenabhängung in Schwimmhallen erfreut sich eines zunehmenden Interesses bei Bauherren und Planern. Sie hat sehr große Vorteile bei der Gestaltung der Schwimmhalle, da durch die Abhängung verschiedene Höhenabstufungen mit relativ wenig Aufwand möglich sind.
Außerdem können hinter der Abdeckung Versorgungsleitungen und Kabel untergebracht werden, und die Be- und Entlüftung kann über den Abhängungszwischenraum erfolgen. Dadurch lassen sich unschöne Lüftungsgitter vermeiden.
Als Material für die abgehängte Fläche eignen sich ISO-Feuchtraum-Paneele. Diese großflächigen Platten sind absolut feuchtesicher und können auf der Innenseite beliebig mit Putz oder auch Malerei gestaltet werden. Sie sind hitzebeständig und können deshalb problemlos die Beleuchtungskörper aufnehmen.
Hinsichtlich der Abhängung (Material und Ausführung) müssen die speziellen Anforderungen für Schwimmhallen beachtet werden.
15. WIE LASSEN SICH DIE BETRIEBSKOSTEN NIEDRIG HALTEN?
Einen wichtigen Anteil an den Betriebskosten bilden die Heizkosten. Sie sind durch fachgerechte Planung und Ausführung stark beeinflussbar.
Am wichtigsten sind dabei der Wärmeschutz der Außenflächen, die hochwertige Verglasung, die Verdunstungsminimierung aus dem Becken und die Wärmerückgewinnung bei der Lüftung und Entfeuchtung.
Durch gewerkeübergreifende Planung sind die Heizkosten einer privaten Schwimmhalle mit Werten unter 5,- DM pro Tag realistisch. Man spricht dann von sogenannten Niedrigenergie-Schwimmhallen, analog den Niedrigenergiehäusern.