Heizsysteme und Energiekosten

Abends kann man die Scheinwerfer im Pool einschalten und die Beckenoberfläche erstrahlt. Die schwarzen Stäbe erwärmen praktisch nur die obere Wasserschicht.

Erfahrene Fachleute argumentieren damit, dass dadurch das Algenwachstum deutlich reduziert wird und man weniger Chemie benötigt. – Mag sein.

Ein Nachteil könnte sein, dass bei starker Sonneneinstrahlung und ausgeschalteter Filterpumpe, die oberste Wasserschicht deutlich wärmer wird, als es für die verwendeten Kunststoffmaterialien gut ist.

So mögen Schwimmbad-PVC-Folien oder Polyester-Becken Wassertemperaturen über 30 Grad gar nicht. Ist ein Freischwimmbecken mit einem Solarrolladen ausgerüstet und liegt fast den ganzen Tag auch in der Sonne, reicht es mitunter schon, um in den Hauptmonaten eine angenehme Wassertemperatur zu erreichen.

Ansonsten sollte man mit Solarkollektoren aufrüsten. Es gibt die bestens bekannten und bewährten Flach- oder Röhrenkollektoren, die auch das Gebrauchwasser erwärmen.

Ist so eine Anlage vorhanden, muss nur noch ein Spezial-Schwimmbadtauscher angeschlossen werden. Bitte aber die richtige Größe wählen.

Die Aussage der Hersteller “40-kW-Leistung” klingt nach sehr viel und erscheint völlig ausreichend. Nur, die Aussage bezieht sich auf ein PWW-System bei 90 Grad Vorlauf und 70 Grad Rücklauf und einer Schwimmbadwasser-Vorlauftemperatur von 10 Grad Celsius. Alles Parameter die bei einer Solaranlage nicht zutreffen.

Wir haben ca. 40–50 Grad Celsius Vorlauf im Bereich der Heizung und häufig 25 Grad Celsius Schwimmbadwasser. Die Temperaturdifferenz beträgt dann nur noch 15–25 Grad Celsius und der Tauscher leistet vielleicht noch 3 kW.

Es muss also ein größerer Tauscher gewählt werden. Es gibt spezielle Solar-Tauscher mit einer Nenn-Leistung von um die 25 kW.

Um ein Freibad mit Sonnenenergie zu erwärmen, gibt es aber auch recht preiswerte Schwimmbad-Kollektoren, die speziell für diesen Einsatzzweck konstruiert sind.

All diesen verschiedenen Modellen ist eines gemeinsam, das Schwimmbadwasser wird direkt durchgeschickt, meistens mit einer Leistung von 6 bis 8 cbm/h. Es wird also relativ viel Wasser nur um wenige Grad erwärmt.

Ein 4 x 8 m Becken hat einen Wasserinhalt von knapp 50 cbm/h. Fließen 8 cbm Wasser durch den Kollektor und das Wasser wird um nur 2 Grad erwärmt, wird die Badewassertemperatur um ca. 3 Grad Celsius pro 24 Stunden steigen.

Die gängigsten Modelle:

Plattenkollektor:

Fast alle aus schwarzem PP gefertigt. Doppelstegplatten mit oben und unten angeschweißten Verteilerrohren.

EPDM-Absorber:

In den unterschiedlichsten Lieferformen. Als Röhrchen- oder Mattensystem, fertig montiert, oder als Bausatz. 


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