Joghurt für die Haut
Natur-Joghurt-Cremes schützen die Haut vor dem Austrocknen und verleihen ein einzigartiges Frischegefühl.
Schon im alten Ägypten badete Kleopatra in Eselsmilch, um ihrer Haut Schönheit zu verleihen. Das Wort Joghurt heißt nichts anderes als Jog = „schnittfeste“ und urt = „Milch“ und leitet sich seiner Herkunft nach vom Balkan ab.
Die Urbevölkerung der Balkanhalbinsel, die Thraker (6. bis 4. Jahrhundert v. Chr.), trugen Milch in einem kleinen, länglichen Sack aus Lammfell am Gürtel, wo durch die schüttelnde Bewegung beim Gehen aus Schafsmilch allmählich Joghurt entstand. Voraussetzung für die Milchsäuregärung war der Einfluss der Körpertemperatur und die Mikroflora in dem Lederbeutel. Solche Lammsäcke mit Milch banden die Thraker auch um die Körper ihrer Pferde. Die „schnittfeste Milch“ wurde so zum Grundnahrungsmittel der Balkan-Völker.
Der Ursprung liegt bei Orpheus
Ein bis in unsere Zeit hinein bekannter Thraker ist die legendäre mythologische Gestalt des Orpheus. Die Anhänger der Mysterien des Orpheus glaubten daran, dass die Seele im Körper wie in einem Gefängnis eingeschlossen und durch Leidenschaften und Triebe an ihn gebunden sei. Deshalb müsse sich der Mensch durch Askese einer Reinigung unterziehen. Dazu gehörte der Verzicht auf den Verzehr von Fleisch und das Schlachten von Tieren.
Orphiker gelten als die „Ur-Erfinder“ des Joghurts. Schon vor 1500 Jahren haben auch die Hunnen geahnt, was heute wissenschaftlich bewiesen ist: Joghurt ist sehr gesund und sein Nährwert entspricht weitgehend dem von Milch. Er enthält wertvolles leichtverdauliches Eiweiß, die Vitamine A, B und C sowie die essentiellen Mineralstoffe Calcium, Kalium, Magnesium und Zink. Deshalb verordnete der Hunnenkönig Attila seinen Soldaten vor jeder Schlacht eine „Joghurt-Diät“, um ihre Ausdauer und Kraft zu steigern.
Der Joghurt verbreitete sich erst im 16. Jahrhundert in Westeuropa: Ein türkischer Arzt konnte die quälenden Magenprobleme des französischen Königs Franz I. mit Hilfe von mitgebrachtem bulgarischem Joghurt heilen. In Asien war „Kumys“, hergestellt aus Stutenmilch, ein hoch geschätztes Nahrungsmittel. Kumys ist ein Milchwein aus natürlich vergorener Stutenmilch: milchweiß, säuerlich, prickelnd, kühl erfrischend mit mandelartigem Nachgeschmack, leicht alkoholhaltig mit 1,2 bis 2 Prozent Alkohol. …