Klima-Komfort

In der Schwimmhalle kommt der Oberflächentemperatur eine entscheidende Bedeutung zu. Alle Umschließungsflächen, die mehr als 3 Grad Celsius von der Raumtemperatur abweichen, mindern die subjektive Behaglichkeit durch erhöhte Wärmeabstrahlung des Körpers.

Außerdem kühlt sich bei niedrigen Oberflächentemperaturen die Raumluft spürbar ab, fällt nach unten und wirkt so als unangenehme Zugluft.

RMEDÄMM-ANFORDERUNGEN IN SCHWIMMHALLEN (U-WERTE)

Bauteil Maximaler U-Wert in W/qmK (bisher k-Wert)
Dach/Decke gegen Außenluft 0,18
Decke gegen beheizte Räume 0,50
Außenwand 0,30
Innenwand gegen unbeheizte Räume 0,35
Innenwand gegen beheizte Räume 0,50
Fenster-Verglasung 0,9 – 1,1

Der U-Wert beschreibt den Wärmestrom (in Watt) durch 1 qm Bauteil bei einer Temperaturdifferenz von 1 K (= 1 Grad Celsius). Je kleiner der U-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung.

Dieser Effekt mindert aufgrund der Luftbewegung zusätzlich das Wohlbefinden. Hochwertig wärmegedämmte Schwimmhallen sind rundum behaglich.

Dafür sorgt in den meisten Fällen die innen angebrachte Wärmedämmung mit Dampfsperre. Mit diesen Maßnahmen ergibt sich an der Decke und am Fußboden sogar eine Oberflächentemperatur von über 29 Grad Celsius.

Das bedeutet die Oberflächentemperatur an der Decke entspricht etwa der üblichen Temperatur an einem Wohnzimmer-Fußboden mit Fußbodenheizung. Durch eine geeignete Luftzuführung und einen guten Luftzustand ergibt sich eine gleichmäßige Wärmeverteilung.

An diesem Beispiel wird deutlich, dass dadurch ein Höchstmaß an Behaglichkeit erreicht wird. Auch das in vielen herkömmlichen Schwimmhallen zu beobachtende Herabfallen abgekühlter Schwimmhallenluft ist physikalisch nicht mehr möglich, weil die Oberflächen rundum praktisch Raumtemperatur aufweisen.

Dieser Artikel ist in Ausgabe 34 des pool Magazins erschienen.

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