Organische Architektur
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Der Ausbau ist vom Wohnhaus optisch nicht zu unterscheiden. Beide Bereiche gehen nahtlos ineinander über.
Die Dächer gruppieren sich um den Natursteinkern herum und bilden eine Art Zeitstruktur mit dem Kamin als Feuerstelle in der Mitte.
Das Dach ist übrigens grasbedeckt, so dass das Gebäude zeitlos wirkt und sich scheinbar den Jahreszeiten anpasst.
Es wurden für alle Oberflächen, also auch im Pool, nur natürliche Materialien eingesetzt. „Sandstein und Chlorwasser“, erinnert sich Niemeyer, „davor schrecken viele Poolbauer zurück.“
In diesem und auch in anderen Bereichen hatte sich die Technik dem Entwurf des Architekten unterzuordnen. So durfte nichts davon zu sehen sein.
Den Auftrag erhielt schließlich die Firma Esslinger Schwimmbecken, die schon ein paar Mal mit dem Büro Niemeyer-Architekten zusammengearbeitet hatte. Richard Majer von der bsw-Mitgliedsfirma Esslinger Schwimmbecken verstand es, seine Einbauteile unsichtbar zu machen.
Das Becken, das 4,43 m breit ist und von Spitze zu Spitze 13,85 m misst, ist auf drei Ebenen angelegt und im hinteren Teil immerhin 1,80 m tief.
Die Einstiegstreppe aus Natursteinplatten zeigt die Handschrift des Architekten mit viel Liebe zum Detail.
Majer: „Auf der Längsseite sind acht Einströmdüsen verteilt. Auf der gleichen Seite befindet sich auch die Überlaufrinne, die durch Natursteinplatten verdeckt wurde. Gegenüber befindet sich nichts als die nackte mit Sandsteinen verkleidete Wand.“
Auf Unterwasserscheinwerfer musste verzichtet werden. Dafür sorgen LED-Lichtbänder mit Farbwechselspielen für die Illumination des Wassers.
Auch die Luftführung in der Schwimmhalle war nur mit einigen Tricks zu bewältigen. So wird die Abluft über den Kamin abgezogen und die Außenluft durch verborgene Schlitze im oberen Teil des Raumes angesaugt. Hinter den Sitzbänken mit beheizbaren und beleuchteten Glasscheiben befinden sich die Luftaustrittsschlitze. …