Praxisbeispiel: Schwimmbadsanierung

Damit bei einer Rinnen- oder Beckenumgangsreinigung keine unhygienischen oder beckenwasserbelastende Reinigungschemikalien über den Schwallbehälter in den Schwimmbadwasser-Kreislauf gelangen, wurde eine sogenannte automatische Rinnenreinigungs-Umschaltvorrichtung vorgesehen.

Diese im öffentlichen Schwimmbadbereich zwingend vorgeschriebene Einrichtung besteht aus einem Abflußrohrsyphon, der sich in der Kunststoffrohrüberlaufrinnenleitung DN 100 kurz vor dem Schwallbehälter befindet.

Am Tiefpunkt ist ein motorgetriebener PVC-Kugelhahn mit Endlagen-Meldeschalter. Bei Betätigung der Rinnenreinigungs-Armatur wird automatisch sowohl die Filteranlage als auch die chemische Beckenwasserdosierung aus Sicherheitsgründen verriegelt.

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Die spätere Entriegelung erfolgt erst bei Erreichung der Armaturen-Endlagenschalter.

Hinsichtlich der Filteranlage hat man mit Blick auf die Beckenwasserqualität bewußt auf eine große Dimensionierung Wert gelegt, zumal die Differenzkosten in Relation zu Minifiltern unerheblich sind.

Außerdem minimiert sich bei optimaler Beckenwasser-Filterung der Chemikalienverbrauch respektive die Betriebskosten.

Der korrosionsbeständige GFK-Filter hat einen Durchmesser von ca. 1,00 m und eine Mantelhöhe von 1,40 m. Die Filteranlage hat zur Rückspülung ein problemlos manuell zu betätigendes Mehrwegeventil.

Die Diskussion, ob eine vollautomatische Rückspülung im Privatbereich tatsächlich Sinn macht oder nur technische Spielerei ist, wird nach wie vor kontrovers geführt.

Tatsachen sind:

  • Der einmal in zwei bis drei Wochen anfallende Zeit- und Arbeitsaufwand für die Armaturenbetätigung ist minimal,
  • bei einer manuell gezielten wasserqualitätsabhängigen Rückspülung werden nicht unerheblich Wasser- und Energiekosten gespart,
  • die Anlagentechnik wird bei einer manuellen Rückspülung sinnvollerweise automatisch mit kontrolliert, was sonst möglicherweise aus Bequemlichkeitsgründen unterbleibt.

Noch ein Praxishinweis zur Planung von Luftbodensprudler.

Ein Luftgebläse pustet durch seinen Luftenergieeintrag innerhalb kürzester Zeit über 600 l Beckenwasser in die Schwallbehälter.

Beim Einschalten des zweiten Gebläses stieg der Wasserstand sofort im Schwallbehälter bis kurz vor dem Sicherheitsüberlauf. Dabei ist anzumerken, daß der vorhandene Luftsystemüberdruck bereits weitgehend durch zusätzlich installierte Bypassventile entsprechend reduziert wurde.

Luftbodensprudler sind zweifelsohne herrliche Schwimmbadattraktionen. 


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