Preiswert abtauchen
… Der Philosophie der Familie entsprechend wurde soviel wie möglich selbst gemacht. Dank eines Cousins, der Maurer von Beruf ist, konnten alle Beton- und Maurerarbeiten und sogar die Beckenumrandung in Eigenleistung gemacht werden. Auch beim Anbringen der Wärmedämmung half die Familie mit.
Im Januar 2003 begannen die Maurerarbeiten, sechs Wochen später konnte der ortsansässige Elektriker mit seiner Arbeit beginnen. Danach wurde die Klimaanlage installiert.
Im Juni, zur Geburtstagsfeier der Bauherrin, sollte erster Badetag sein, was auch nach etwas Bangen klappte, da sich der Fliesenleger sehr beeilte.
Als Abschluss des Beckens wurden ringsherum die Fliesen verlegt. Das Becken ist an die vorhandene Hausheizung angeschlossen, die damals bereits auf den zusätzlichen Bedarf ausgelegt wurde.
Die Wandgestaltung machte erst etwas Kopfzerbrechen. Sie ist dann bewusst nicht auf klassische Art gestaltet oder bemalt worden.
Stattdessen wurde die Idee des Nachbarn aufgegriffen und ein Computer sowie ein Beamer in die Schwimmhalle installiert, so dass die Familie Filme, Urlaubsbilder oder auch nur Musik genießen kann.
Das Gefühl der Enge kommt wegen der Lackspanndecke nicht auf.
„Es ist unser zweites Wohnzimmer“, stellt die Bauherrin fest. „Puristische Eleganz entsprechend dem Charakter des Hauses. Die Kinder sind jeden Tag im Bad, und auch wir halten uns so oft wie möglich darin auf.”
Mit den Betriebskosten ist die Familie zufrieden. Nach einer ersten Aufheizphase und anfänglichen Justierungen haben sich die Heizkosten auf den gewünschten Wert von unter 100 Euro pro Monat eingependelt. Rechnet man noch Wasserverbrauch und Chemie hinzu, kommt die Familie auf etwa 125 Euro durchschnittlich pro Monat.
Das Gleiche gilt für die Baukosten: Dank der vielen Eigenleistungen blieben die Gesamtkosten, wenn man beide Bauphasen addiert, unter 80.000 Euro. Für eine vollwertige Schwimmhalle ein konkurrenzlos niedriger Wert.