Pumpentechnik im Überblick

Ein Schwimmbadbesitzer, der seine Filterpumpe nur eine Stunde insgesamt am Tag laufen lässt, braucht sich nicht über schlechte Wasserqualität und grünes Beckenwasser zu beklagen. Er hat dies selbst verursacht, meistens aus falschem Spargefühl heraus.

Denn auch wenn nicht gebadet wird, fällt Schmutz ins Becken, auch nachts, besonders wenn es windig ist. Dieser Schmutz wird dann nicht sofort von der Oberfläche über Skimmer oder Rinne angesaugt, sondern sättigt sich allmählich bis zum nächsten Einschalten der Filteranlage, geht in einen unappetitlichen Schwebezustand über und kann erst wieder mit dem Bodensauggerät entfernt werden, wenn er dort angekommen ist.

Wird die Laufzeit einer Filterpumpe mit der Leistung eines Autos verglichen, entsprechen acht Stunden Pumpenlaufzeit bei einem Auto mit Tempo 100 km/h rund 800 km am Tag.

Nach fünf Monaten (Badesaison im Freibad) sind es bereits 120.000 km äquivalente Fahrleistung. Bei längerer Badesaison (Überdachung oder Hallenbad) liegt die Leistung dann bei mehr als dem doppelten.

Hält man sich dies vor Augen und betrachtet dann eine anstandslose Laufzeit der Filterpumpe von mindestens fünf Jahren, bekommt man doch ein bisschen Hochachtung vor der erbrachten störungsfreien Arbeit.

Doch nach und nach kommt auch die Filterpumpe in die Jahre, was sie durch allmähliches Abnehmen ihrer Leistung ankündigt. Ließ sich anfangs das neue Schwimmbecken mit der höherstehenden Filterpumpe noch total entleeren, so bleiben irgendwann 10 cm Restmenge im Becken, die sie einfach nicht mehr schaffen will. Einige Jahre später wird die Pumpe dann womöglich nur noch die Hälfte des Beckens entleeren.

Grund: Durch die ständige Rotation wird das Laufrad durch Verschleiß kleiner, das Pumpengehäuse auch durch Schmutzanteile größer, so dass die einst stramme Passung immer mehr Schlupf bekommt.

Dies kennen wir alle aus unseren Anfangszeiten als Autofahrer während der Lehrlings- und Studienzeit, wo bei dem ersten fahrbaren Untersatz – uralt und kostengünstig erstanden – hoher Ölverbrauch durch ständiges Nachfüllen kompensiert werden musste.

Auch hier hat der Kolben im Laufe der Jahre Untermaß bekommen, der Zylinder des Motors ist größer geworden und in Bastelstunden wurde dies durch größere Ölabstreifer versucht zu minimieren.

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Fazit:

Auch die Filterpumpe einer Schwimmbadanlage ist ein ganz gewöhnliches technisches Gerät, genau wie andere dem natürlichen Verschleiß unterworfen, nicht ganz geräuschlos, damit sie an ihr Dasein erinnern kann, und trotzdem hält sie jedem Pool-Besitzer lange die Treue und wird auch im Chor von allen Schwimmbadbenutzern beklagt, wenn sie eines Tages ihren Geist aufgibt.

Dieser Artikel ist in Ausgabe 35 des pool Magazins erschienen.

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