Sauer macht nicht lustig

Umso wichtiger ist es, Saunagänge durch sinnvolle Maßnahmen zu begleiten und Ent­schlackung so erst zu ermöglichen. Das erfordert eine Basenkur, die zwingend aus drei Schritten bestehen muss:

Basenkur – Erstens:

Das Lösen der abgelagerten Stoffwechselschlacken mit Hilfe einer speziellen basischen Kräutertee-Mischung.

Erst wenn das Bindewebe von diesen Säuren befreit ist, stimmen die Zellversorgung und der Abtransport von Schlacken wieder.

Basenkur – Zweitens:

Das Neutralisieren der gelösten Säuren.

Zu bedenken ist immer, dass die Nieren ohne die Hilfe von Mineralstoffen Säuren und Gifte nicht ausscheiden können. Um überschüssige Säuren zu neutralisieren statt sie (wiederum) abzulagern, benötigt der Körper eine ausreichende Menge an Mineralien wie Kalzium, Kalium, Magnesium, Natrium und Phosphor.

Diese Mineralien werden vom Körper am Besten aufgenommen, wenn sie pflanzlichen Ursprungs sind. Dazu eignen sich besonders gut die vollwertig-vegetarische Küche, aber auch viele Nahrungsergänzungen, zum Beispiel basisches Vitalstoff-Granulat.

Basenkur – Drittens:

Das Ausscheiden der Säuren, wozu der Körper Unterstützung braucht.

Beispielsweise durch Einreibungen in der Sauna oder Vollbäder mit basisch-mineralischem Badesalz. Zudem ist es unverzichtbar, viel zu trinken. Dazu trägt der basische Kräutertee bei (etwa ein Liter pro Tag) plus rund zwei Liter Osmosewasser oder stilles mineralarmes Wasser, damit die Nieren entlastet werden.

Zudem sollte viel ballaststoffreiche Nahrung wie Müsli, Salat, Obst und Gemüse gegessen werden, um so eine schnellere Darmpassage zu erreichen.

Unsere Ernährung beeinflusst entscheidend das Säure-Basen-Gleichgewicht. Häufig wird fälschlicherweise angenommen, dass Lebensmittel, die sauer schmecken und deren pH-Wert im sauren Bereich liegt, auch säurebildend sind. Dem ist keineswegs so.

Der Grund ist einfach: Unsere Geschmacksnerven auf der Zunge reagieren nur auf sauer, jedoch nicht auf basisch, wir sind also nicht in der Lage, basisch zu schmecken.

Sauer schmeckende Früchte wie beispielsweise die Zitrone enthalten reichlich Basen in Form von organisch gebundenen Mineralstoffen, die wir nicht schmecken, die aber für den basischen Effekt im Körper verantwortlich sind.

In unserer Geschmackswahrnehmung dominieren bei Obst die zusätzlich enthaltenen Fruchtsäuren wie Zitronensäure, die im Stoffwechsel vollständig abgebaut werden und den Säure-Basen-Haushalt nicht belasten.

Zu den Zeiten des alten Ägyptens, des antiken Griechenlands und der Römer waren Ernährung und Körperpflege basisch. Diese Kulturen benutzten für die Körperpflege Natron, Milch oder basische Seife.

Auch Omas Quarkwickel gehören zur basischen Körperpflege. Übersäuerung ist eine Zivilisationskrankheit.

Dieser Artikel ist in Ausgabe 40 des pool Magazins erschienen.

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