Skimmer oder Überlaufrinne?

Ein preiswertes Skimmersystem oder doch lieber eine Überlaufrinne? Pool zeigt die Unterschiede.

Heute definiert sich die moderne Beckenwasseraufbereitung sowohl in öffentlichen als auch in privaten Schwimmbädern primär durch die drei folgenden Parameter: Mechanische Beckenwasserfilterung, chemische Wasserbehandlung und hydraulische Wasserdurchströmung im Schwimmbecken selbst.

Funktioniert ein Glied in der vorstehenden Beckenwasser-Aufbereitungskette nicht optimal, geht das zwangsläufig auf Kosten der Wasserqualität. Und da wir gerade bei den Kosten sind, sei der Hinweis erlaubt, dass es keine Qualität zum Nulltarif gibt, soll heißen, alles hat seinen Preis.

Wer an den Investitionskosten spart, muss wissen, dass er in der Regel bei den Betriebskosten wieder postwendend draufzahlt, sofern er ein bestimmtes Qualitätsniveau wünscht.

Diese Einstellung sollte man daher in den Überlegungen grundsätzlich mit berücksichtigen, denn wie wir alle wissen, ist Sicherheit – und um die geht es im Schwimmbad ja letztendlich auch – nicht teilbar.

Wählt man statt eines fachgerechten Schwimmbadfilters mit entsprechender Filterschichthöhe einen Minifilter als sogenanntes Überraschungsei, ist der Betreiber gezwungen, diesen gravierenden Mangel in der physikalischen Wasseraufbereitung durch eine drastische Erhöhung der Chemikalienzugabe, Stichwort „chemische Keule“, zu kompensieren.

Das gleiche gilt sinngemäß auch für eine mangelhafte Beckenwasserdurchströmung, bedingt durch zu wenige Ein- und Ausläufe, falsche Anordnung der Düsen oder zu geringes Umwälzvolumen.

Durch solche Sparmaßnahmen lassen sich einerseits die momentanen Investitionskosten zwar minimieren, andererseits erhöhen sich wiederum die laufenden Unterhaltungskosten. Bei der Beckenwasserdurchströmung kommt noch erschwerend hinzu, dass sich Fehler bei der Planung und Ausführung in der Regel nicht mehr nachträglich korrigieren lassen, das heißt, sie sind ganz einfach irreparabel.

Das Wechselspiel zwischen mechanischer Wasserfilterung, chemischer Beckenwasserpflege und hydraulischer Beckendurchströmung ist ein Faktum, an dem weder ein seriöser Schwimmbadbauer noch ein anspruchsvoller Schwimmbadbetreiber vorbeikommt.

Selbstverständlich ist eine optimale Beckenwasserqualität nicht nur eine Kostenfrage, sondern auch des gewusstwie, das heißt, die Kosten-Nutzenrelation muss mit den Wünschen oder Vorstellungen des Auftraggebers weitgehend übereinstimmen.

Die Grundforderungen an die Beckenwasserqualität sind – ob im privaten oder öffentlichen Bäderbereich – weitgehend identisch. Das Wasser soll hygienisch unbedenklich sein, optisch kristallklar wirken und entsprechend temperiert zum Baden einladen und möglichst wenig Belastungs- oder Nebenreaktionsstoffe enthalten. 


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