Skimmer oder Überlaufrinne?

Da es im Beitrag hauptsächlich um Privatschwimmbäder geht, wird lediglich mit Querhinweisen auf mögliche, die öffentliche Bädernorm tangierende Punkte verwiesen.

Im Privatschwimmbecken gibt es die folgenden zwei Hydrauliksysteme:

  • Skimmertechnik
  • Überlaufrinnentechnik

Mit beiden Systemen lassen sich einwandfreie Wasserverhältnisse erzielen, obwohl die zwei Techniken vom Kostenaufwand und von den baulichen und technischen Notwendigkeiten her sehr unterschiedlich sind. Die Skimmertechnik ist, nicht zuletzt aufgrund der geringen Investitionskosten, im Privatbereich zweifelsohne dominierend.

Im öffentlichen Bäderbereich ist sie seit eh und je nicht erlaubt und trotzdem findet man dieses Oberflächenreinigungssystem nicht nur sehr verbreitet im Ausland, sondern nach wie vor vereinzelt auch bei uns in Deutschland bei älteren Bädern.

Bei den üblichen Beckengrößen mit rechteckiger Kubatur befindet sich der Skimmer respektive Oberflächenreiniger mit Bodenablauf auf der einen Schwimmbeckenschmalseite und gegenüber sind die Beckeneinläufe angeordnet.

Im Freibad wird der Skimmer möglichst in Windrichtung installiert. Da die Skimmerleistung rund 10 cbm/h beträgt, reicht bis zu einer Beckenbreite von rund 4 m in der Regel ein Oberflächenreiniger.

Je nach Filterleistung rechnet man pro Skimmer mit mindestens 2 bis maximal 4 Einlaufdüsen, wobei der Düsendurchmesser zur Verringerung des hydraulischen Druckverlustes oder Einzelwiderstandes rund 25 mm betragen sollte.

Damit die Einlaufdüsen gleichmäßig vom Filtervolumenstrom beaufschlagt werden, verwendet man das sogenannte Hirschgeweih, was nichts anderes bedeutet, als dass die Einlaufdüsen die gleichen Rohrlängen haben und folglich dadurch auch dieselben Volumenströme aufweisen.

Die Filterpumpe sollte möglichst unter der Wasserfläche angeordnet sein, andernfalls besteht die latente Gefahr, dass die Pumpe nach einem Stillstand trockenläuft und dadurch die Gleitringdichtung zerstört wird.

Mit einer Beckenwasserdurchströmung mittels Skimmertechnik lässt sich in Verbindung mit einer fachgerechten Dimensionierung einer effizienten Filtertechnik und entsprechender Beckenwasserpflege durchaus eine vernünftige Schwimmbadwasserqualität erzielen.

Dadurch, dass sich die Wasserfläche rund 20 cm unterhalb des Beckenumgangs befindet, ergeben sich einige Nachteile gegenüber einer Überlaufrinnenhydraulik.

Das sind beispielsweise die Wellenreflexion beim Schwimmen, sich evtl. bildende Randstreifen aufgrund von Ablagerungen, die Bildung einer sogenannten Dunstglocke und die etwas eingeschränkte Optik beim Schwimmen mit dem zwangsläufigen Blickkontakt auf die bereits erwähnte rund 20 cm hohe, umlaufende Beckenkante. 


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