Solar-Energie

Bevor eine sichere Werkstoffauswahl für die Solarabsorber getroffen werden kann, müssen verschiedene Anforderungen berücksichtigt werden: UV-beständig, badewasserbeständig, hitzebeständig, gute Absorptionsfähigkeit, geringes Füllvolumen, frostsicher, geringer Durchflusswiderstand und geringes Eigengewicht.

Hervorzuheben sind insbesondere die Badewasser- und UV-Beständigkeit. Denn zum einen werden die Absorber dauerhaft von dem Badewasser von „innen“ beaufschlagt und zum anderen durch die Sonneneinstrahlung dauerhaft von „außen“.

Das Badewasser ist aus Gründen der notwendigen Desinfektions- und Oxidationswirkung für sämtliche Materialien eine Herausforderung.

Jahrelange Erfahrungen zeigen, dass sich das Material Polypropylen (PP) dabei als sehr zuverlässig und standfest erwiesen hat. Nicht zuletzt werden aus Polypropylen beispielsweise auch Vorratsbehälter für Chemikalien oder in neuerer Zeit sogar komplette Schwimmbecken hergestellt.

Auch Polyethylen (PE) wird als Absorberwerkstoff eingesetzt.

Wärmebedarf privates Freibad

  • Durchschnittlicher Wärmeverlust/Tag
  • 45 m x 4,2 J/kg K x 1,5 K = 284 kJ (79 kWh)
  • Betriebszeit 6 Monate (April - September)
  • Wärmebedarf = 14.457 kWh
  • Entspricht etwa einem Heizölbedarf von ca. 1700 l

Ein weiterer Werkstoff, aus dem Schwimmbadabsorber hergestellt werden, ist Ethylen-Propylen-Dien-Monomer (EPDM) – ein Elastomer. Dieser Werkstoff ist biegsam und im Vergleich zu Polypropylen frostsicherer.

Erfahrungen zeigen jedoch, dass je nach Qualität des Badewassers und des Kunststoffes sich Ablösungen zeigen können.

Häufig empfehlen Hersteller von EPDM Absorbern den Einbau eines zusätzlichen Filters, um den Eintrag von Ablösungen in das Schwimmbecken zu vermeiden.

Der Aufbau von Absorbern unterscheidet sich im Material, Verhältnis angestrahlte Fläche zu Wasservolumen, Plattenstärke, Gewicht und Anschlüsse. Bei der Auswahl von Absorbersystemen sollte neben dem Material auch auf Punkte wie Stabilität, Wärmeausbeute und Entleerbarkeit geachtet werden.

Die Entleerung von Absorbern ist aus zwei Gründen sehr wichtig: erstens wegen Frostgefahr (Eis dehnt sich < 0 Grad Celsius aus) und zweitens kann stagnierendes Wasser in den Leitungen zu Verkeimungen und Ablagerungen führen.

Der Wasserinhalt variiert je nach Aufbau des Absorbers – beträgt aber in etwa 2-4 l/qm.

Die erforderliche Anzahl oder Größe an Absorberplatten richtet sich vor allem nach der Lage des Beckens, dem Vorhandensein einer Schwimmbeckenabdeckung, der gewünschten Wassertemperatur sowie der Lage der Absorber (siehe Kästen).

Je nach Hersteller können die Angaben dabei variieren. Die Angaben gelten dabei üblicherweise für einen Badewassertemperaturbereich von 25 – 28 Grad Celsius. 

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