Warum Rückspülen?

Je nach Wasserqualität und Zusammensetzung sowie Härtegraden sollte eine Filterfüllung alle ein bis zwei Jahre kontrolliert und etwa alle zwei bis drei Jahre von dem zuständigen bsw-Fachbetrieb gewechselt werden.

Da durch das Rückspülen die Körner des Filtermediums immer runder werden, halten sie auch weniger Schmutz zurück, die Filterleistung sinkt. Verbackt der Filter beispielsweise durch Kalk, so sinkt sogar erheblich der Volumenstrom des gesamten Reinigungssystems, da im Filtermedium nur noch wenige durchlässige Strömungskanäle vorhanden sind.

Bei jedem Wechsel des Filtermediums muß vor Inbetriebnahme wegen Transportabrieb und Herstellungsverunreinigungen rückgespült werden, sonst kommen nach der ersten Inbetriebnahme die oben bereits genannten dunklen Fahnen über die Einläufe ins Becken.

Ein Wasserwechsel ist ebenfalls in den obengenannten Intervallen in jedem Schwimmbecken erforderlich, selbst bei laufender Nachspeisung durch Rückspülwasserverlust wegen der Chlorid-, Salz- und Kalkanreicherung.

Grund hierfür ist die Verdunstung von Beckenwasser, bei dem die obengenannten Inhaltsstoffe im Beckenwasser zurückbleiben und schließlich zu einer “Eindickung” und Aufhärtung des Beckenwassers führen.

Wird beispielsweise ein Wasser mit 20 Härtegraden eingefüllt und ist nach einem Jahr die Hälfte verdunstet, so hat sich der Kalkgehalt bereits auf 30 Härtegrade erhöht, nach dem zweiten Jahr bereits auf 40 Härtegrade.

Als erstes leiden dann die Wärmetauscher an “Arterienverkalkung”.

Dieser Artikel ist in Ausgabe 19 des pool Magazins erschienen.

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