Was Schlamm alles kann
… Aufgrund ihres hohen Bindungsvermögens ist Heilerde prädestiniert für Peeling-Anwendungen: Die mikrofeinen Quarzkristalle saugen wie kleine Schwämme Schad- und Giftstoffe, Bakterien, Hornschüppchen sowie Schmutzpartikel auf und binden sie an ihre zerklüftete Oberfläche.
Im Gegenzug versorgt Heilerde die Haut mit wertvollen Mineralien und Spurenelementen, regt die Durchblutung an und gleicht das Säure-Basen-Verhältnis aus.
Bei regelmäßiger Anwendung wird die Haut entgiftet und erscheint klarer, straffer und rosiger. Auch auf der Kopfhaut binden Heilerde-Packungen den Talgüberschuss und sorgen so für duftiges, lockeres Haar.
Im Zeitalter von Umweltverschmutzungen und industriell hergestellten, mit chemischen Substanzen angereicherten Körperpflegeprodukten findet immer mehr eine Rückbesinnung auf bewährte Naturheilmittel statt.
Alle naturreinen, unbehandelten Heilerden enthalten keinerlei schädliche Stoffe. Für die unterschiedlichen Farben sorgt der Gehalt an Eisen- und Magnesiumoxiden in den verschiedenen geologischen Lagerstätten, die zwischen zehn und 30 Metern unter der Erde liegen.
Qualitativ hochwertige Erden stammen aus überwachten Tongruben. Angeboten werden weiße, gelbe, grüne, blaue und rote Heilerden.
Die grüne Mineralerde ist ganz besonders fähig, Stoffe an ihrer Oberfläche anzulagern oder fest anzukoppeln. Bei ihr ist der lonenaustausch am stärksten.
Sie besitzt daher eine größere Saugfähigkeit als andere Erden. Dadurch kann sie regenerierend und ordnend auf gestörte Hautfunktionen einwirken und einen Ausgleich schaffen.
Zur Unterstützung der pflegenden Eigenschaften können je nach Hauttyp, Anwendungsart und Pflegezeremoniell Pflanzenöle wie Mandelöl, Macadamja Nussöl, Sesamöl, Traubenkernöl oder ätherische Öle beigemischt werden.
Die Peeling-Pulver werden mit Wasser zu einer streich-fähigen Masse verrührt und mit einem Pinsel aufgetragen. Zu beachten ist, dass dazu eine Schale aus Glas, Holz, Ton oder Plastik verwendet werden sollte und auf keinen Fall ein Gefäß aus oxidierendem Metall.
Die weißen und gelben Heilerden eignen sich zur universellen Anwendung für alle Körperpartien. Da diese Peeling-Pulver besonders feinkörnig sind, werden sie für den oberen Körperbereich bis zur Taille empfohlen.
Die etwas gröberen grünen und blauen Erden sind mit ihren guten Peeling-Eigenschaften besonders effektiv im unteren Körperbereich ab Taille bis Knie oder am gesamten Körper (ohne Gesicht) bei weniger empfindlicher Haut.
Für raue und unempfindlichere Hautpartien wie Beine, Knie, Ferse, Knöchel, Ellbogen und für verhornte Körperpartien werden die roten Tone empfohlen.
Die Peeling-Pulver aus Löss eignen sich besonders auch zur Anwendung im Dampfbad, bei orientalischen Pflegezeremoniellen oder einem Rasul-Ritual.
Die Wärme dehnt die Gefäße aus und führt Blut und Gewebsflüssigkeit mit ihren Abfallstoffen in die äußeren Hautschichten. Dabei hält die Heilerde die Körperwärme fest.
Stoffwechselreste und Fremdstoffe treten durch die Poren an die Oberfläche und werden von dem Schlamm aufgesogen.
Durch die gesteigerte Durchblutung bei Anwendung in einer Wärmekabine können die Inhaltsstoffe der Mineralerde tiefer in die Haut eindringen.
Wer eine Mischhaut hat, sollte die Tonerden-Paste im Gesicht nur auf Stirn, Nase und Kinn auftragen und die trockene Wangenpartie frei lassen.
Bei extrem trockener Haut oder erweiterten roten Äderchen im Gesicht sollten keine Heilerde-Masken angewendet werden: Durch die Wärme weiten sich die Äderchen noch zusätzlich.
Für alle anderen Hauttypen sind Peeling-Tone natürliche Schönheitsmittel. Die Anwendungen wirken wie eine Frische-Kur für die Zellen und geben der Haut Energie und Spannkraft zurück.