Whirlpool-Therapie
… Dabei wird Wasser vor allem eingesetzt wegen seiner Temperaturen. Unterschiedliche Wassertemperaturen lösen unterschiedliche Reize auf den Körper aus und haben somit unterschiedliche Wirkungen.
Die Hydrotherapie umfasst grundsätzlich die vier Anwendungsgebiete Bäder, Sauna, Wickel und Packungen.
Im Bereich der Bäder unterscheidet man: Kalte Bäder (Leitungswassertemperatur), einfache Bäder (34 – 35 Grad Celsius), warme Bäder (36 – 37 Grad Celsius) und wechselwarme Bäder. Innerhalb dieser Kategorien gibt es wiederum eine Vielzahl unterschiedlicher Bäder.
Je nach Wasserinhaltsstoff (zum Beispiel Schwefel oder Sole), Badezusatz (beispielsweise Kräuter) oder möglicher physiotherapeutischer Anwendung weisen diese Bäder unterschiedliche Wirkungen auf und werden deshalb in jeweils unterschiedlichen Gebieten eingesetzt.
In der Schulmedizin wird die Hydrotherapie als unterstützende Behandlung anerkannt und im Rahmen der Physiotherapie bei Beschwerden mit Gelenken oder Muskeln eingesetzt. In der Naturheilkunde wird die Hydrotherapie zusammen mit anderen Maßnahmen, wie beispielsweise vollwertiger Ernährung, Entspannung und ausreichender Bewegung kombiniert, um den ganzen Organismus zu behandeln und seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren.
Auch der Begriff Balneologie wird häufig im Zusammenhang mit Whirlpools gebraucht, wobei dieser Begriff definiert ist als die Lehre von der therapeutischen Anwendung von natürlichen kurortgebundenen Heilwässern und Heilgasen.
Dies soll nur andeuten, was für ein traditionsreiches und weites Spektrum sich hinter “Sanus per Aquam” befindet. Und es soll zeigen, dass es zu oberflächlich ist, einen Whirlpool mit einer “heißen Quelle” oder einem “Massagebad” zu vergleichen – wie es in Werbeaussagen häufig der Fall ist.
Vielmehr ist es notwendig, genau zu betrachten, welche Elemente die Funktionsweise des Whirlpools ausmachen, wie diese Elemente wirken und wo dementsprechend die positiven Aspekte für die Gesundheit sind. Daraus geht nämlich hervor, dass der Whirlpool eine eigenständige Badeform innerhalb der Hydrotherapie ist.
Zunächst kommt der Wassertemperatur im Whirlpool eine besondere Bedeutung zu.
Wissenschaftler haben bereits 1982 in einer nachhaltigen Untersuchung die Auswirkung der Wassertemperatur auf verschiedene Kreislaufparameter der Badegäste untersucht. Daneben wurden auch testpsychologische Untersuchungen und Reaktionszeitmessungen durchgeführt.
Das Ergebnis: Nimmt man die Reaktionszeit als Maß für Ermüdung oder Wachheit, so kann in Übereinstimmung mit der Befindlichkeit das 36 Grad Celsius-Whirlbad als erfrischend, das 40 Grad Celsius-Bad eher als belastend bezeichnet werden. …